| Frauenseminar Oberbayern 2010 in München mit Rekordbesuch |
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| Geschrieben von: Sigrid Gast |
| Donnerstag, den 04. März 2010 |
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Allgemeinbildung für alle Frauen wollte die Bezirksfrauenbeauftragte von Oberbayern, Sigrid Gast anbieten. Am 27. Februar konnte sie unerwartet viele Frauen aus ganz Oberbayern und den Nachbarbezirken Niederbayern und Schwaben im Dokuzentrum begrüßen. Darunter waren die Vereinsfrauenbeauftragte der Gehörlosenvereine in Oberbayern. Sigrid Gast freute sich auf die Rekordzahl von 43 Seminarteilnehmerinnen, die trotz Kaiserwetters und langer Fahrt nach München kamen. So viele Frauen gab es noch nie auf einem Seminar.
Sie begrüßte die Vereinsfrauenbeauftragten Oberbayerns, die mit bis zu 5 Frauen angereist waren. Von Niederbayern kamen auch 5 interessierte Frauen, darunter die Bezirksfrauenbeauftragte.
Im großen Seminarraum des Dokumentations- und Bildungszentrums des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen e.V. begann Sigrid Gast den Vortrag über das Thema "Manieren" und "Umgangsformen". Sie gab zu verstehen, dass sie die Frauen keinesfalls belehren wollte, sondern das Wissen der Anwesenden über Manieren auffrischen bzw. sie über Neuigkeiten in der Umgangsform informieren wollte. Einige Bücher wurden im Dokuzentrum zur Ansicht ausgestellt.
Alle kennen ja die guten und schlechten Manieren, die wir uns im Laufe unseres Lebens angeeignet haben. Durch Erziehung, Erlebnisse, Erfahrungen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter haben wir gelernt, zwischenmenschliche Beziehungen und soziales Verhalten aufzubauen, zu pflegen und zu beachten. Der bei den Gehörlosen nicht so bekannte Begriff "Knigge" wurde erklärt. Adolph Freiherr Knigge hatte von 1752-1796 gelebt. Er beobachtete Menschen und schrieb Sammlungen über deren Verhalten in der Gesellschaft. Er schrieb Ratschläge für ein besseres Miteinander. Sein gesammeltes Werk damals hieß: "Über den Umgang mit Menschen". Heutzutage gibt es viele Bücher über die Umgangsformen in allen Bereichen des Lebens. Dass Manieren das soziale Verhalten in der Gesellschaft widerspiegeln, wurde von Sigrid Gast ebenso an Beispielen erklärt, wie die vielen Spielregeln: Was darf man - was darf man nicht. Sie zeigte Beispiele über: Grüßen und begrüßen; Anrede; Vorstellen und bekannt machen; Kleiderordnung; Richtiges Verhalten bei Tisch, beim Arzt, in der Öffentlichkeit, im Krankenhaus, im Hotel und über Körperpflege.
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